Im roten Zentrum

So, jetzt wird es ein wenig ausfuehrlicher.
Von Kangoroo Island vermieden wir die Kontrollzone von Adelaide und flogen westlich die Bucht hinauf bis Port Augusta. Dort hatten wir einen netten Zwischenstopp beim oertlichen Flugclub. In ihrem privaten Aufenthaltsraum durften wir uns mit kuehlen Getraenken versorgen, bevor wir dann den Flug ins Outback antraten.

Naechste Station die erste Schotterpiste des Urlaubs: Rwansley Park. Direkt am Wilpena Pound gelegen, konnten wir dort mit einem Jeep auf Tour gehen und wurden von einem auf Maritius geborenen Schweizer in die oertliche Fauna, Flora und Geologie eingefuehrt. Das war perfekt, konnten wir doch zahlreiche Tiere wie Emus, drei verschiedene Kanguruh-Arten und die seltenen Gelb-Fuss-Wallabies auf freier Wildbahn beeobachten. Ausserdem war die Tour geologisch sehr interessant.

Tags darauf ging es dann in Richtung Cooper Peedy. Allerdings machten wir noch einen kurzen Stopp an der William Creek Station. Ein Motel an einer Strasse - die zweite Schotterpiste - vollgestopft mit Dingen, die all die Gaeste die dort vorbeikamen dagelassen haben. Auch wir haben etwas zurueckgelassen. Leider keinen Hut, wie viele andere, da wir bei den Temperaturen dort unsere Huete dringen brauchten.

Anschliessend, nach einem kurzen Drink wurden wir in Richtung Painted Hills geschickt um uns eine besondere Huegellandschaft anzusehen, die nur aus der Luft zu erreichen ist. In den Flugkarten sind diese auch eingezeichnet.

Copper Pedy war dann voellig crazy. Wir naeherten uns dem Ort von Sueden, nachdem wir noch eine Mine ueberflogen hatten und wir sahen Loecher, unzaehligen Loecher, in die Erde gebohrt von Opalsuchern. Vor Ort besuchten wir dann eine Opalmine um festzustellen, dass keiner von uns seinen Beruf mit dem eines Opalsuchers tauschen wollte. Das ist ein gefaehrlicher Job. Wir uebernachteten dann in einem Cave Hotel unter der Erde - wobei erst Jane und ich und dann Gabriele und Margrit die unterirdischen Zimmer mit ueberirdischen Zimmern tauschten. Es riecht einfach komisch unten im Loch.

Der naechste Tag sollte uns dann zum Ayers Rock bringen, vorher aber wollte ich unbedingt noch ein wenig Abenteuer erleben. Deswegen flogen wir Fregon an. Dabei handelt es sich um eine kleine Staubpiste mittten im Gebiet der Aboriginies. Dort sollte man auch nicht ohne Erlaubnis landen - erfuhren wir nach der Landung - weil man nicht ohne Erlaubnis die Reservate betreten darf. Nun, wir waren jedenfalls dort und brachten alles durcheinander. Wie uns Fred in seinem Jeep mitteilte, er kam kurz nach der Landung an den Platz, wurden wir mit dem Postflieger verwechselt. Allerdings sollte der erst einen Tag spaeter kommen, so dass alle nervoes wurden, weil sie ihre Briefe und Paeckchen noch nicht fertig hatten. Fred brachte uns dann zu Conny, die aus Pforzheim stammt und im Reservat den Supermarkt zusammen mit ihrem Mann Bob betreibt. Sie klaerte uns dann ueber die Bestimmungen, aber auch ueber die negativen Seiten des Lebens im Aboriginie-Reservat auf. Ein Stopp mit viel Erkenntnis- und Erlebniswert.

Dann brachen wir wieder auf und flogen zum Ayers Rock und den Olgas. Vor der Landung gliederten wir uns in die vorgeschreibene Scienic Fligth Route ein, die uns um den Ayers Rock und die Olgas fuehrte. Tolle Ausblicke waren die Belohnung und wir konnten die Gegend dann am naechsten Tag nochmals zu Fuss erkunden und unsere Eindruecke mit denen aus der Luft abgleichen.

Tja und am Ayers Rock waren wir vom 30.12. bis zum 1.1. - Sylvester haben wir dann verschlafen. Da wir morgens am 31ten zum Sunset-Besuch zum Rock gingen, am 30ten schon ein Sound of Silents Diner in der Wueste hatten, waren wir fuer Sylvester zu muede und haben beschlossen, dieses nach deutscher Zeit kurz vor unserem Abflug zu feiern.

Posted In